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EXPERTENRAT

Einsam in den eigenen vier Wänden

Das Leben in einem Pflegeheim oder einer Wohngruppe ist nicht in jedem Fall schlecht - oft sind alte Menschen zu Hause mutterseelenallein

 

Wenn Kurzbesuche vom Pflegedienst und dem Essenslieferanten bzw. der Fernseher die einzigen Abwechslungen in einem zunehmend nicht mehr zu bewältigenden Alltag sind, ist auch das Leben zu Hause nicht mehr schön.

Gibt es keine Pflegeperson in der Familie oder Kinder in der Nähe des Pflegebedürftigen, kann es eine gute Entscheidung sein, in ein Pflegeheim oder - besser noch - in eine betreute Wohngemeinschaft umzuziehen.

Natürlich ist das sowohl für den Pflegebedürftigen als auch die Angehörigen oft erst einmal eine Horrorvorstellung - das schlechte Image der Heime hat auch leider häufig eine sehr reale Grundlage, denn es gibt viele Heime, in denen beklagenswerte Zustände herrschen.

Aber: Es gibt auch gute Heime und ein Leben dort kann für viele Senioren besser sein, als ein einsames, mühsames Leben in den gelobten „eigenen vier Wänden“.
 

  • Stürze und andere Missgeschicke werden solange es geht vor den Angehörigen vertuscht
  • alte Menschen wollen niemandem zur Last fallen
  • Freunde und Bekannte leben oft nicht mehr oder sind ebenfalls pflegebedürftig


…und so sitzen sie tagsüber einsam in ihrer Wohnung und hoffen auf einen Besuch oder wenigstens einen Anruf ihrer meist berufstätigen Kinder.

Für diese alten Menschen ist ein gutes Altenheim oder eine betreute Wohngemeinschaft eine wertvolle Alternative.


Hier müssen sie sich um nichts kümmern. Sie sind nicht allein:

 

  • hier sind die anderen Bewohner
  • rund-um-die-Uhr arbeitet das Pflegepersonal
  • es gibt Beschäftigungsangebote, Spielenachmittage, Zeitungsrunden, gemeinsames Singen, Gottesdienste etc.


Viele Senioren leben in dieser Gemeinschaft regelrecht auf, weil sie wieder viel mehr Ansprache und Kontakte haben und auch feststellen, dass sie nicht die einzigen sind, die körperliche und andere Defizite haben.
Für die Angehörigen ist es sehr entlastend, den Pflegebedürftigen versorgt zu wissen. Natürlich sind die Besuche wichtig, aber das schlechte Gewissen und der ständige Druck, sich mehr kümmern zu wollen und zu müssen, entfällt –  oft entspannt sich dadurch auch ein durch die Situation oder Lebensumstände schwieriges Verhältnis.



Unsere Expertin
Annette Friedel, examinierte Krankenschwester, seit 2003 als Fachkraft in einer Tagespflege tätig, wo sie täglich mit ganz praktischen Fragen von Angehörigen zum Pflegealltag konfrontiert wird.

© 2019 by senporta

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